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Lesung aus dem Tagebuch von Etty Hillesum

Mittwoch, 06. März 2024 um 19 Uhr im Lesesaal der Staatlichen Bibliothek Ansbach. „In mir gibt es einen ganz tiefen Brunnen. Und darin ist Gott“. Etty Hillesum, eine Amsterdamer Jüdin, führte von 1941 bis zu ihrer Deportation nach Auschwitz im September 1943 Tagebuch, ein wichtiges Dokument des Leidens der jüdischen Bevölkerung unter der deutschen Besatzung, aber auch Zeugnis einer tiefen geistigen Auseinandersetzung mit dem Glauben und einer ruhelosen Suche nach Gott. Auf einer Postkarte, die sie noch im Deportationszug schrieb und aus dem Zug werfen konnte, bezeugte Etty Hillesum noch ihr Gottvertrauen; nur wenige Wochen später wurde sie in Auschwitz ermordet. Das vollständige Tagebuch wie auch ihre Briefe wurden 2023 erstmals in deutscher Sprache veröffentlicht (Bibliotheksexemplar). In der Lesung werden Ausschnitte aus diesem umfangreichen Textkonvolut zusammen mit biografischen und zeitgeschichtlichen Erläuterungen zu Gehör gebracht.

Lesung mit Claudia Dölker und Hartmut Scheyhing, Erläuterungen von Wolfgang Osiander

In Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung Ansbach-Neustadt/Aisch e.V. 

Die Veranstaltung findet im Rahmen des bisher als „Woche der Brüderlichkeit“ bezeichneten Formats zum ersten Mal unter seinem neuen Namen „Christlich-jüdische Zusammenarbeit 2024 – 5784/5785“ statt. 

Kostenfrei, keine Anmeldung erforderlich.

 

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